27.11.17 11:52 Alter: 19 days

Energieberatung ist jetzt deutlich attraktiver

Kategorie: öffentlich

 

Im Gebäudebestand liegt die Sanierungsrate auf niedrigem Niveau. Starre Regelungen für die Zulassung von Gebäudeenergieberatern haben bislang verhindert, dass qualifizierte SHK-Unternehmer für eine vom BAFA geförderte Beratung anerkannt wurden. Das ändert sich ab dem 1. Dezember 2017. Die Neuregelung ermöglicht die Beratung und Sanierung „aus einer Hand“.

Eine seit langem bestehende Erwartung des Fachhandwerks wird endlich erfüllt. Das Bundeswirtschaftsministerium trifft eine Neuregelung für qualifizierte Energieberater, um möglichst viele Fachleute für die Gebäudesanierung aktiv werden zu lassen. Jetzt soll allein die Qualifikation eines Beraters im Mittelpunkt stehen und nicht seine berufliche Herkunft oder die aktuelle Tätigkeit.

Meisterbetriebe im SHK-Handwerk, die durch ihre bisherige Beratungskompetenz beim Kunden überzeugen konnten, können durch die Neuregelung für den Kunden eine noch umfänglichere Beratung anbieten und diese vergütet bekommen – die nötige Qualifikation (EnEV § 21 und Weiteres) für die Gebäudeenergieberatung vorausgesetzt. Die Änderungen betreffen die Förderprogramme “Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ sowie „Energieberatung Mittelstand“.

Auch in Zukunft bleibt die Energieeffizienz-Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes bestehen. Dort werden die qualifizierten Energieberater per Selbstauskunft ihre berufliche Kompetenz darlegen und dem Verbraucher damit mehr Handlungsspielraum bei der Wahl eines geeigneten Fachunternehmers geben.

Weiterhin besteht das Ministerium auf eine hohe Qualifikation der Berater (Aus- und Weiterbildung) sowie an die Beratungstätigkeit (Berichte). Durch Stichproben werden die Leistungen kontrolliert. Unverändert bleibt die Verpflichtung zur neutralen Beratung, die der Fachunternehmer in jedem Förderantrag unterzeichnet.

Informationen: www.zvshk.de