Regularien und Fachvortrag prägten die SHK-Jahreshauptversammlung 2014




Abbildung 1 Jahreshauptversammlung 2013 der Innung für Klempnerei, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Rastatt/Baden-Baden/Bühl im Gasthaus Hirsch in Hügelsheim.


(hr) Berichte des Obermeisters Hans-Albert Fritsch, des Geschäftsführers Jürgen Karow und des Vorsitzenden des Gesellen-Prüfausschusses Stefan Huck, die Nachwahl von Meisterbeisitzern in den Gesellen-Prüfausschuss, eine Beitragserhöhung und ein Fachvortrag zum neuen §13b UStG von der Steuerberaterin Doris Oesterle standen auf der Tagesordnung.



In seinem Bericht über das zurückliegende Jahr konnte der SHK Obermeister Hans-Albert Fritsch vermelden, dass die Innung bei zwei Aus- und zwei Eintritten nach wie vor 105 Mitglieder hat, wovon 11 Gastmitglieder sind. Weiter berichtete er, dass die Vorstandsmitglieder und der Geschäftsführer im Berichtsjahr die Interessen der SHK-Innung bei rund 70 Veranstaltungen und Tagungen, Ausstellungen und schulischen Terminen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene, bei den Veranstaltungen der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft sowie dem Partnerschaftstreffen in Kehl vertreten haben, die im schriftlichen Jahresbericht 2013 detailliert aufgeführt sind. Auf Fachgruppenebene wurden auf Landesebene zwei Klempner-Treff (Titisee und Essen), eine Fortbildung „Gewährleistung“ der Fachgruppe Klempner, eine Sitzung des Landes-Installateur Ausschusses BW (Esslingen) sowie zwei Tagungen der Landes-Fachgruppe Heizung/Sanitär (Stuttgart) besucht.

Im Berichtsjahr haben wir durch enge Abstimmung mit der Leitung und den Technischen Lehrern der Gewerbeschule wieder viel zur Förderung unseres Nachwuchses unternommen. Fritsch dankte hierfür dem Leiter der Gewerbeschule Oberstudiendirektor Martin Schilli, dem Studiendirektor Günther Fuderer, dem Oberstudienrat Eberhard Brach sowie den Technischen Lehrern Jürgen Jerger und Erwin Kühn.

Außerdem fördern wir mit einem Benimmkurs von Frau Dr. Degen, der Alkoholprävention von Herrn Milbich und dem Vortrag zur Drogenprävention der Polizei die Allgemeinbildung unserer Auzbis. Für gute Leistungen erhalten sie ein Stipendium und es gibt den finanziell dotierten Anspornpreis.

Wir finanzieren eine Betriebsbesichtigung für die Auszubildenden und sprechen mit den Jugendlichen beim Innungsfrühstück in der Weihnachtswoche. Mit unserem Engagement bei  Ausbildungsmessen, dem neuen SHK-Leiter-Puzzle-Wettbewerb mit Hauptgewinn einer Eintrittskarte in den Europapark Rust und zwei Jugendwerkstätten pro Jahr stemmen wir uns gegen den Nachwuchsmangel.


Zur Intensivierung unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir im vergangenen Jahr einen VW Caddy beschafft, beschriftet und mit unseren Ausbildungsständen bestückt. Wir haben uns an der Energieausstellung im Cite beteiligt, in unseren Innungskalender die Blockunterrichtszeiten der Gewerbeschule aufgenommen und werden ihn auf das „Schuljahr“ (September bis August) umstellen.



Mit dem geplanten Griff in die Rücklage konnte Geschäftsführer Jürgen Karow einen ausgeglichenen Haushalt präsentie-ren. Die Kassenprüfer Wolfgang Graf und Jürgen Knopf bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung, Die Jahresrechnung wurde ebenso einstimmig ausgesprochen wie die Entlastung des Vorstandes, die erste Beitragserhöhung in der 19jährigen Amtszeit des amtierenden Vorsitzenden und die Genehmigung des Haushalts 2014.



Der Vorsitzende des Gesellen-Prüfausschusses Stefan Huck, dass im Winter 2012/2013 sich dreizehn Ausbildende der Gesellenprüfung gestellt haben. Mit einem Notendurchschnitt von 3,3 haben 12 davon die Ausbildung abgeschlossen. Ein Prüfling hat mit einem Durchschnitt von 1,6 die Gesellenprüfung nach der gekürzten Ausbildungszeit von drei Jahren bestanden. Er wurde von der Schule und der Handwerkskammer für seine sehr gute Leistung prämiert. Weniger erfolgreich war die Zwischenprüfung von 24 Azubis im Sommer. Sie erreichten mit 56 von 100 möglichen Punkten eine inakzeptable Leistung. Dies liegt nach seiner Meinung vor allem daran, dass die Zwischenprüfung nichts zählt! Optimal lief die Gesellenprüfung im Winter 2013/2014, die erstmals nach den neuen Richtlinien durchgeführt wurde. 16 Auszubildende bestanden die Prüfung mit einem Notendurchschnitt von 3,0. Mit Michael Hofmann und Markus Kohler als Meisterbeisitzer wurde der Gesellenprüfausschuss einstimmig aufgestockt.

In diesem Zusammenhang informierte der Obermeister die Mitglieder, dass der Vorstand dem Wunsch der Leitung der Gewerbeschule zur Optimierung der Ausbildung zugestimmt hat und die Blockunterrichtszeiten künftig 14 Tage dauern.



Bauträger sind manchmal Bauleister, manchmal aber auch nicht. Mit diesem einprägsamen Satz umschrieb Steuerberaterin Doris Oesterle von der Steuerberatungsgesellschaft Kopp Oesterle&Tischler die derzeit verworrene Situation um den neuen §13b UStG (Umsatzsteuergesetz).

In ihrem kurzweiligen Vortrag, den sie für jeden anwesenden Betrieb als Ausdruck mitgebracht hatte, definierte sie mit zahlreichen Beispielen wer ein Bauleister ist, was Bauleistungen im Sinne des Gesetzes sind und sie machte auf mögliche Konsequenzen aufmerksam.

Sie vermeiden sich viel Ärger, wenn sie sich vom Leistungsempfänger für den jeweiligen Umsatz eine zum Zeitpunkt der Ausführung ihrer Bauleistung gültige Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG geben lassen und zu den Akten nehmen. Außerdem empfahl sie eindrücklich bezüglich der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Bauleistung) im Sinne des 13b UStG den Satz auf die Rechnung zu nehmen: „Der Leistungsempfänger (Musterfirme) USt-ID-Nr. DE ??? ist Schuldner der Umsatzsteuer“. Sie sollten grundsätzlich keine Rechnung ohne Umsatzsteuer erstellen ohne Begründung warum! Ich empfehle ihnen auch dringend, für alle Baumaßnahmen, die nach dem 15. Februar 2014 begonnen wurden, bereits ausgestellte Rechnungen zu korrigieren und die Freistellungsbescheinigung nachzufordern.

Bei einer möglichen Betriebsprüfung laufen sie sonst in Gefahr, dass sie Jahre nach der Leistungserbringung die Umsatzsteuer nachträglich überweisen müssen und sie diese vom Bauträger nicht mehr einfordern können, weil es den vielleicht nicht mehr gibt.


Mit einem gemeinsamen Abendessen endete die zügig und harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung der SHK-Innung.