Drogenprävention der Kriminalpolizei an der Gewerbeschule Bühl


(hr) Viele Fragen zur Wirkung verschiedener Drogen und zu den möglichen rechtlichen Konsequenzen hatten die Schüler im 1. Berufsschuljahr zum Anlagenmechaniker Sanitär Heizung Klima an der Ge-werbeschule Bühl am Dienstag, 28. Januar 2014.




Auf Initiative der SHK-Innung und eingeladen von Eberhard Brach von der Gewerbeschule Bühl hat Wolfgang Schmalbach von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle das Gespräch mit den 30 Schülern gesucht, sie zu Zwischenfragen ermuntert, welches die jungen Männer gerne angenommen haben. In der angeregten eineinhalbstündigen Diskussion ging Schmalbach auf die verschiedenen Wirkstoffe, mögliche gesundheitliche Risiken, das Suchtpotential der einzelnen Stoffe und mögliche rechtliche Folgen vom Genuss Betäubungsmitteln ein. Beeindruckt hat die Schüler der „Musterkoffer“ mit Proben von Cannabis, Heroin, Kokain, Amphetamine und Liquid Ecstasy. Er bestätigte die Frage eines Schülers, dass nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) der Genuss von Betäubungsmittel, im Gegensatz zum Besitz und dem Handel treiben, nicht strafbar ist. Strafrechtlich relevant wird der Genuss jedoch, wenn beispielsweise unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln ein Kraftfahrzeug geführt wird. Zu Bedenken ist, dass es bei Betäubungsmitteln, im Gegensatz zum Alkohol keinen Grenzwert gibt! Bei „Drogen“ genügt der Nachweis rauschfördernder Mittel und sie müssen mit einem mehrwöchigen Fahrverbot rechnen.

Wenn auch durch die Langzeitwirkung am Genuss von Alkohol und Nikotin jährlich deutlich mehr Menschen sterben, sind bei den Betäubungsmitteln das Suchtpotential und die gesundheitlichen Risiken deutlich höher.  Oft reicht ein „Schuss“, weil entweder der Wirkstoffgehalt unterschätzt wird oder viele Drogen gestreckt wurden. Als Beimengungen wird dazu u.a. Blei oder Rattengift verwen-det.

Eindringlich schilderte er den normalen Verlauf einer „Drogenkarriere“. Die verglich er mit einer Berg und Talfahrt. Auf ein „Stimmungshoch“ folgt mit Nachlassen der berauschenden Wirkung ein Absturz bis ins depressive Tal. Um aus dem wieder rauszukommen, müssen erneut Drogen eingenommen werden. Dabei gilt die Regel, dass die Täler immer tiefer und die Berge immer flacher werden. Für das ersehnte „Hochgefühl“ werden immer mehr und immer stärkere Drogen benötigt. Die Spirale endet oft in der Beschaffungskriminalität, weil die Kosten für die Betäubungsmittel, je nach Droge, bis zu 75 Euro und mehr/Tag betragen können!