Zur Werkbesichtigung bei Weishaupt mussten die Auszubildenden früh raus

Finanziert von der SHK-Innung konnten 23 Auszubildende zum Anlagemechaniker Sanitär, Heizung Klima im 1. Berufsschuljahr an der Gewerbeschule Bühl mit ihren Lehrkräften Eberhard Brach, Erwin Kühn und Jürgen Jerger am 24. April die Einladung der Firma Max Weishaupt GmbH in Schwendi zu einer Werkbesichtigung annehmen. Um 5:30 Uhr, zu nachtschlafender Zeit, startete der Bus an der Gewerbeschule und es ging in einer ruhigen Fahrt in Richtung Schwendi, das im Landkreis Biberach an der "Oberschwäbischen Barockstraße" im mittleren Rottal liegt. 20 Kilometer östlich der Kreisstadt Biberach. Viele nutzten die ruhige Fahrt zu einem „Nickerchen“.





Foto: Max Weishaupt GmbH



Am Ziel kamen sie daher ausgeschlafen und wissensdurstig an. Nach der Begrüßung am Bus durch den Obermeister Hans-Albert Fritsch, dankte dieser der Werkleitung und dem Niederlassungsleiter der Niederlassung Karlsruhe Jörg Wierzba für das umfangreich vorbereitete Programm, das von sechs Mitarbeitern den ganzen Tag über gestaltet wurde.



Zunächst informierte Herr Högerle, Leiter des Trainingszentrums,  dass Weishaupt 1932 von Max Weishaupt in Schwendi gegründet wurde, derzeit ca. 3.200 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 550 Millionen hat. Heute wird Weishaupt in zweiter Generation als Familienunternehmen geführt und gehört zu den Weltmarktführern in der Herstellung von Feuerungstechnik. In Schwendi ist das größte Werk und das Forschungs- und Entwicklungsinstitut. Nach den einführenden Worten wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Während sich die eine Gruppe zunächst mit Brennwertsystemen beschäftigte, wurde die zweite Gruppe in Theorie und Praxis in die Funktion und Anwendungsvielfalt von Wärmepumpen eingeführt. Besonders beeindruckend war dabei das Wärmepumpenlabor, in dem sehr anschaulich die Wärmegewinnung aus Luft, Wasser und Erdreich demonstriert wurde. Die Auszubildenden hatten außerdem die Chance, Wärmepumpen in Betrieb zu erleben.

Bei der Werkführung in den weitläufigen Hallen am Nachmittag konnten sie sich überzeugen, wie Mensch und modernste Maschine gemeinsam für hohe Präzision sorgen. Stolz führten die Mitarbeiter der Firma Weishaupt vor, dass sie nicht nur qualitative Spitzenprodukte liefern, sondern auch mit Spitzentechnologie arbeiten können, was zur hohen Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beiträgt. Bei der Führung erfuhren die Schüler viel über die Entwicklung und Produktion von Brennern und Heizsystemen. Besonders beeindruckte sie dabei der gerade in der Entwicklung befindliche „WK  Industriebrenner mit bis zu30 MW Leistung“. Seine erzeugte Energie entspricht einem Wärmeverbrauch von rund 3.000 Haushalten! Nicht schlecht staunten die Schüler auch über das moderne Hochregallager und die ausgefeilte Logistik der Ersatzteilversorgung.





Foto 2, 3, 4: Eberhard Brach

Während und nach der Führung mussten die Experten der Firma zahlreiche Fragen der künftigen Anlagemechaniker beantworten. So wissensdurstige Jugendliche hätten sie selten bei ihren Führungen, ein Lob das Hans-Albert Fritsch und Eberhard Brach gerne entgegennahmen. Als kleinen Dank überreichten sie ein in der Schweißwerkstatt der Gewerbeschule vom Fachlehrer Erwin Kühn produziertes „Kunstwerk“. 





Foto: Max Weishaupt GmbH

Mit geballtem Wissen versorgt, hatten die Teilnehmer genügend Gesprächsstoff für Rückfahrt, die wegen der vielen Staus vierstunden dauerte. Sie kam den Teilnehmern viel Kürzer vor als die Anreise. Eberhard Brach und Hans-Albert Fritsch waren am Ende des Tages davon überzeugt, dass sich die Auszubildenden viele Informationen einprägen konnten, die sie sicherlich bei den kommenden Prüfungen wieder abrufen können.