Gute Umgangsformen für SHK-AZUBIS

Als der „Knigge-Kurs“ vom Klassenlehrer Eberhard Brach angekündigt wurde, haben wir heute etwas anderes erwartet, war das Resümee einiger Teilnehmer am Kurs „Moderne Umgangsformen“. Statt den erwarteten Appellen zu hochdeutscher Sprache dem gerade Rücken bekamen sie von der Kursleiterin Dr. Ursula Degen ganz konkrete Tipps, wie sie bei Kunden einen guten Eindruck hinterlassen und damit positive Werbung für ihren Betrieb machen können und wie „Fettnäpfchen“ umgangen werden können. Bei der Schlussrunde waren sie von dem informativen Tag beeindruckt bei dem sie viel Neues mitgenommen haben und in ihrem täglichen Leben realisieren wollen.



Nach dem guten und nachhaltigen Erfolg der beiden ersten Kurse hat die Innung für Bauklempnerei, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Rastatt/Baden-Baden/Bühl auch in diesem Jahr wieder zwei Kurse an der Gewerbeschule Bühl  für angehende Anlagenmechaniker den Kurs „Moderne Umgangsformen“  finanziert.  Dies vor dem Hintergrund, dass wir nicht früh genug damit anfangen können, unserem guten Berufsnachwuchs die Chance zu geben, noch besser zu werden. Obermeister Hans-Albert Fritsch ist davon überzeugt, dass nicht nur die fachlichen Fertigkeiten der Mitarbeiter zählen, sondern auch deren Umgang mit den Kunden.



Angeleitet von Dr. Ursula Degen, die mit viel Ruhe ihre Tipps vorlebte, nahmen die jungen Menschen ihre eigenen Vorstellungen von gutem und schlechtem Benehmen unter die Lupe. Mit den Begründungen von Dr. Degen im Ohr, wurde ihnen schnell klar, dass ihr  Umgang untereinander (einschließlich Jugendsprache) ganz anders ist, als das im Beruf förderliche Benehmen. Die Kursteilnehmer fragten sich kritisch, was mache ich schon gut, was ist verbesserungsbedürftig? Beeindruckt waren sie, welche große Rolle die Körpersprache spielt und welchen Eindruck es auf die Kunden macht, wenn sie ständig auf das Handy schauen oder noch schlimmer, private Telefongespräche führen.



In drei Gruppen werteten die Jugendlichen den Tag aus und präsentierten ihre Einschätzungen zu den von der Trainerin gestellten Fragen: „Was war neu“, Was war wichtig“ und „Was setzen Sie um?

Übereinstimmend war für die meisten neu, wie sie sich einem „aggressiven“ Kunden gegenüber richtig verhalten sollten, worauf es bei einem Geschäftsessen in einem Restaurant ankommt, wie schlechte Nachrichten im Kundengespräch oder am Telefon positiv verpackt werden können und wie wichtig sprachlich korrekte Umgangsformen sind. Sie haben erkannt, dass schmutzige Kleidung nicht nur ein schlechtes Licht auf sie selbst wirft, sondern viele Kunden daraus den Rückschluss ziehen, hier wird unsauber gearbeitet! Künftig wollen sie beispielsweise pünktlich und höflich im Umgang mit Kunden und Kollegen sein, auf saubere Arbeitskleidung und die Körpersprache achten, bei „schwierigen“ Kunden die Ruhe bewahren, weniger auf das private Handys schauen und die Wünsche der Kunden ausführen.