Wie für kontinuierlichen Nachwuchs sorgen?

Organisiert vom Fachverband SHK-Baden-Württemberg diskutierten 23 Vertreterinnen und Vertreter der Innungen am Donnerstag, 18. Oktober in der Filderhalle in Filderstadt an Hand von Beispielen SHK-Innungen Pforzheim, Rastatt/Baden-Baden/Bühl, Ravensburg und Bodenseekreis über mögliche und erfolgversprechende Wege. Ziel der Veranstaltung war, dass die Innungen ihre Erfahrungen austauschen. Dabei ging es nicht darum, das vermeintlich „beste“ Modell herauszuarbeiten, sondern möglichst viele Anregungen zu gewinnen.





Obermeister Hans-Albert Fritsch, Oberstudienrat Eberhardt Brach von der Gewerbeschule Bühl und Hans Riemer stellten in einer vielbeachteten Präsentation die Aktivitäten der Innung für Klempnerei, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Rastatt/Baden-Baden/Bühl. Der 90-minütige Vortrag stellte die Projekte „Bildungspatenschaften“, „Zusammenarbeit mit der Gewerbeschule“, „Jugendwerkstatt“, „Förderung des eigenen Nachwuchses“, „Öffentlichkeitsarbeit“ und Finanzierung vor.


Beindruckt waren die Teilnehmer von der vielschichtigen Zusammenarbeit mit der Gewerbeschule, der geplanten „Facebook-Offensive“ und den kreativen Maßnahmen zur Förderung des eigenen Nachwuchses. Auf Nachfrage bestätigte er, dass die Maßnahmen zur Nachwuchsförderung sich nur auf Auszubildende von Innungsmitgliedern beziehen, aber nebenbei auch Werbung für die Innung bei den Betrieben macht. Vielen Fragen zum finanziellen Rahmen der ganzen Aktionen musste sich Hans-Albert Fritsch stellen.  Hier konnte er mit Stolz darauf verweisen, dass die Mitglieder seiner Innung sich bewusst sind, dass jeder in die Ausbildung gesteckter Euro letztendlich den Betrieben in Form von „motivierten“ Mitarbeitern wieder zugutekommt und es bisher nie eine Diskussion über die Höhe der Ausgaben gegeben habe.




Dass die Aktivitäten zur Förderung des eigenen Nachwuchses (beispielsweise optimale Ausstattung der Schule, Benimm-Kurs, Stipendium, Anreizpreis, gemeinsame Besichtigungen) erfolgreich sind, zeigt sich nach Einschätzung von Eberhardt Brach daran, dass sich die Anlagenmechaniker von der „Kramboler-“ zur Vorzeigeklasse an der Schule entwickelt haben.




Mitgenommen haben wir die Bestätigung unserer Arbeit sowie Anregungen zur attraktiven Gestaltung von kleinen Wettbewerben am Infostand und  das Projekt „Botschafter des Handwerks“ der Pforzheimer Innung. Diese führen handwerkliche Projekte in den Schulen durch und beziehen dabei die örtlichen Betriebe aktiv ein. Die Teilnehmer waren sich am Ende der vierstündigen Veranstaltung einig, dass dieser Erfahrungsaustausch in regelmäßigen Abständen fortgeführt werden sollte.