Steffen



Dominic



Nicolai



Martin Schweikhardt



10. Beteiligung der SHK-Innung an der Ausbildungsmesse in der BadnerHalle Rastatt, 13. Juli 2012

(hr) Steffen, Dominik und Nicolai mussten am von Martin Schweikhardt organisierten Stand der Innung für Klempnerei, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Rastatt/Baden-Baden/Bühl pausenlos die Fragen der überwiegend jugendlichen Besucher beantworten. Alle drei konnten dabei auf eigene Erfahrungen zurückgreifen.




Auf die Frage, wie sie zu dem Beruf gefunden haben, spiegelten ihre Antworten die Interessen der Besucher wieder. Steffen wusste vor seinem Realschulabschluss  nicht, was er werden wollte. Er hat das Angebot der Betriebe zu Praktika angenommen und vom Büro bis zum Handwerk alles ausprobiert. Überzeugt hat ihn das vielseitige Betätigungsfeld als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Bei der Ausbildungsmesse 2010 hat er sich dann über die offenen Ausbildungsstellen informiert und in seinem Heimatort einen Ausbildungsbetrieb gefunden.

Dominik, der älteste der drei Jugendlichen, hat sich, motoviert von begeisterten Berichten von Bekannten, bei der Ausbildungsmesse über die Ausbildungs- und Berufschancen eines Anlagenmechanikers informiert und einen Ausbildungsplatz gefunden. Die Ausbildung hat er vor zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Nach seiner Meinung hat es sich nicht nachteilig ausgewirkt, dass er „nur“ einen Hauptschulabschluss hat. In der einjährigen Berufsfachschule musste er zwar etwas mehr lernen, sein handwerkliches Geschick hat ihm in den praktischen Teilen der Ausbildung aber Vorteile gebracht. Jetzt will er in erster Linie Berufserfahrung sammeln und später entscheiden, ob er mal die Meisterprüfung anstrebt. 

Nicolai wurde von seinem Onkel, der einen eigenen Betrieb hat, zur Ausbildung zum Anlagenmechaniker motiviert. Nach Praktika in den Ferien bei seinem Onkel hat er sich für den Berufsweg entschieden.




Allen drei ist bei ihren Beratungsgesprächen anzumerken, dass ihnen der Beruf Spaß macht und sie das gute Betriebsklima in den Handwerksbetrieben schätzen. Übereinstimmend haben sie den Besuchern geraten, einfach ein Praktika bei einem Betrieb zu machen und sich von dem interessanten Berufsbild anstecken zu lassen. Da war es praktisch, dass sie eine Liste der freien Ausbildungsplätze am Stand zur Verfügung hatten.

Martin Schweikhardt zog eine positive Bilanz des 10-jährigen Engagements der Innung bei  Ausbildungsmesse in der BadnerHalle Rastatt. Vor dem Hintergrund der schwindenden Schülerzahlen will die Innung die Chance nutzen und möglichst frühzeitig die Schülerinnen und Schüler sowie interessierte Eltern  über die attraktiven Berufsbilder in der Gebäude und Energietechnik informieren. Als Pluspunkte können die ausbildenden Handwerksbetriebe über viele Jahre sichere und abwechslungsreiche Berufe als Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder als Klempner anbieten. Berufe, die nach der dreieinhalb jährigen Ausbildung im dualen System täglich neue Herausforderungen bringen, oft mit direktem Kontakt zu Kunden. Ohne die Handwerker der Innung würden die Wohnungen kalt bleiben, das Wasser am Brunnen von Hand gepumpt und das Dach undicht bleiben.  Schweikhardt und die Jugendlichen sind der Meinung, dass die Einführung der einjährigen Berufsfachschule an der Gewerbeschule Bühl eine klassische Win-win-situation erbracht hat. Nicht nur, dass es für den Ausbildungsbetrieb finanzielle Vorteile bringt, in dem Berufsschuljahr erhalten die Auszubildenden konzentriert das theoretische und praktische Grundwissen angeboten. Nach dem Jahr kommen sie in den Lehrbetrieb und können auf den Baustellen effektiv mitarbeiten.

Bei seinem Besuch am Stand zeigte sich der Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, Joachim Wohlfeil von der überzeugenden Beratung der Auszubildenden und des Gesellen beeindruckt.