SHK-Innung schafft zusätzliche Anreize für guten Berufsnachwuchs

Obermeister Hans-Albert Fritsch zeichnet Martin Frekot, Simon Hellersberg, Joey Allgeier und Jan Friedrich als Zwischenprüfungsbeste mit „Anspornpreisen“ aus

 

Wie sehr qualifizierter, motivierter Berufsnachwuchs der Innung Sanitär-Heizung-Klima (SHK) Rastatt/Baden-Baden/Bühl am Herzen liegt, zeigte sich, als Innungsobermeister Hans-Albert Fritsch (Rastatt) beim Abschluss der Zwischenprüfung in der Gewerbeschule Bühl die SHK-Förderpreise an vier angehende Anlagemechaniker überreichte.

Die Preise seien eine Spezialität seiner Innung, führte der Obermeister aus: Auszubildende aus Mitgliedsbetrieben, die ihre fachpraktische Zwischenprüfung am Ende des zweiten Lehrjahrs mit der Note 2,4 oder besser abschließen, erhalten den mit jeweils 100 Euro dotierten Preis. Er soll sie anspornen, in der Gesellenprüfung am Ende der dreieinhalb Jahre Ausbildungszeit mindestens eben so gut oder noch besser abzuschneiden. 

Hans-Albert Fritsch überreichte die „Ansporn-Preise“ an Martin Frekot (Ausbildungsbetrieb GA-TEC, Baden-Baden), mit Note 2,2 der Beste des Jahrgangs, an Simon Hellersberg (Ausbildungsbetrieb Schlömp, Bühl-Weitenung) mit Note 2,3, Joey Allgeier und Jan Friedrich, beide bei der Firma Allgeier in Gaggenau ausgebildet und beide erzielten die Note 2,4. Den Preisträgern erwiesen auch Theorielehrer Eberhard Brach, die Werkstattlehrer Erwin Kühn und Jürgen Jerger sowie Michael Kenz und Alfred Schmidt seitens des Prüfungsausschusses Reverenz.

 

Simon Hellersberg, Joey Allgeier, Jan Friedrich und Martin Frekot (vorne, von rechts) sowie Hans-Albert Fritsch, Alfred Schmidt, Erwin Kühn, Eberhard Brach, Jürgen Jerger, Martin Schilli und Michael Kenz (hinten, von links).

Ausschussvorsitzender Kenz informierte: 18 Auszubildende im zweiten Lehrjahr (aus 16 Betrieben) hätten sich der anspruchsvollen Zwischenprüfung gestellt. Der Jahrgang habe als Durchschnitt die Note 2,9 erzielt. In 100 Minuten hatten die Prüflinge die Planung eines Projekts und in sieben Stunden dessen praktische Umsetzung zu bewältigen. Sie hatten Trinkwasser- und Abwasserleitungen für einen Waschtisch, sowie Heizungsleitungen für einen Handtuchheizkörper zu erstellen und eine Steckdose zu montieren. (Anmerkung: In Branchen mit höchstens drei Jahren Ausbildungszeit fungiert die Zwischenprüfung als Teil 1 der Gesellenprüfung.)

Martin Schilli, Schulleiter der Gewerbeschule Bühl, dankte der Innung und dem Obermeister: Nur durch die gute Zusammenarbeit mit ihnen sei es möglich gewesen, die Labore der Schule jüngst mit erheblichen Investitionen auf modernste Technologien umzurüsten. Die SHK-Innung setze sich sehr stark dafür ein, dass ihr Berufsnachwuchs eine erstklassige Ausbildung an neuesten Anlagen erhalte. Schilli merkte an: „Jeder, der hier als Anlagemechaniker SHK seine schulische Ausbildung absolviert, erhält das Rüstzeug, später sein Handwerk erfolgreich auszuüben.“

Obermeister Fritsch nannte Zahlen: Beispielsweise habe die Innung im abgelaufenen Ausbildungsjahr aus ihren Mitteln rund 4800 Euro an Stipendien für die Berufsfachschüler aufgewendet. Im Durchschnitt der Quartale hatten elf der 27 Berufsfachschüler ein Stipendium erhalten. Mit dieser Förderung des Nachwuchses sei die Innung Vorreiter fürs ganze Handwerk, meinte Fritsch. Die Einrichtung des Berufsfachschuljahrs als erstes SHK-Lehrjahr habe sich – in Kooperation von Innung und Schule – als großer Erfolg erwiesen, abzulesen auch an den guten Ergebnissen der aktuellen Zwischen- und Gesellenprüfungen. Als eines der Indizien nannte Fritsch: „Alle unsere Schüler haben an der Gewerbeschule Bühl schweißen gelernt, das macht sie fast einzigartig.“ Er sagte den Absolventen voraus: „Ihr werdet begehrte Fachkräfte werden, wenn ihr am Ball bleibt!“

 

BT-Artikel vom 29.07.2011